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§ 54 LDSG (RLP)

Meldung von Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten

  1. 1Der Verantwortliche hat eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich und möglichst innerhalb von 72 Stunden, nachdem sie ihm bekannt geworden ist, der oder dem Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit zu melden, es sei denn, dass die Verletzung voraussichtlich kein Risiko für die Rechtsgüter natürlicher Personen mit sich gebracht hat. 2Erfolgt die Meldung an die Landesbeauftragte oder den Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit nicht innerhalb von 72 Stunden, so ist die Verzögerung zu begründen.
  2. Ein Auftragsverarbeiter hat eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich dem Verantwortlichen zu melden.
  3. Die Meldung nach Absatz 1 hat zumindest folgende Informationen zu enthalten:
    1. eine Beschreibung der Art der Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten, die, soweit möglich, Angaben zu den Kategorien und der ungefähren Anzahl der betroffenen personenbezogenen Datensätze zu enthalten hat,
    2. den Namen und die Kontaktdaten der oder des Datenschutzbeauftragten oder einer sonstigen Person oder Stelle, die weitere Informationen erteilen kann,
    3. eine Beschreibung der wahrscheinlichen Folgen der Verletzung und
    4. eine Beschreibung der von dem Verantwortlichen ergriffenen oder vorgeschlagenen Maßnahmen zur Behandlung der Verletzung und der getroffenen Maßnahmen zur Abmilderung ihrer möglichen nachteiligen Auswirkungen.

  4. Wenn die Informationen nach Absatz 3 nicht zusammen mit der Meldung übermittelt werden können, hat der Verantwortliche sie unverzüglich nachzureichen, sobald sie ihm vorliegen.
  5. 1Der Verantwortliche hat die Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten zu dokumentieren. 2Die Dokumentation hat alle mit den Vorfällen zusammenhängenden Tatsachen, deren Auswirkungen und die ergriffenen Abhilfemaßnahmen zu umfassen.
  6. Soweit von einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten personenbezogene Daten betroffen sind, die von einem oder an einen Verantwortlichen in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union übermittelt wurden, sind die in Absatz 3 genannten Informationen dem dortigen Verantwortlichen unverzüglich zu übermitteln.
  7. § 42 Abs. 4 BDSG findet entsprechende Anwendung.
  8. Weitere Pflichten des Verantwortlichen zu Benachrichtigungen über Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten bleiben unberührt.

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